Schulchronik von Gerstedt

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 bezahlt werden mußte, natürlich jährlich! Da bei dieser Bezahlung – die Bevölkerung in beiden Gemeinden schwankte immer um 200, bei 30 – 40 Kindern – nicht ein Lehrer nicht leben konnte, mußte er nebenbei noch ein Handwerk betreiben. Der Unterricht fand nur im Winter statt, ausnahmsweise auch an einzelnen Tagen in den übrigen Jahreszeiten. In den ersten Jahren als Pollehn hier wirkte, wurde die Bezahlung in der Weise geändert, daß er 120 Thaler und Nutzung des Schullandes erhielt. Die Bezahlung war in den einzelnen Gemeinden verschieden. Der wesentliche Unterschied bestand hauptsächlich in der verschiedenen Landzuteilung. In dieser Weise war der Gerstedter Lehrer verhältnismäßig schlecht gestellt.

Verwunderlich ist, daß das neu gebaute Schulhaus wieder an dieser abseits liegenden Stelle gebaut wurde. Soweit ich von alten Leuten in der ersten Zeit meines Hierseins erfuhr, ist das darauf zurückzuführen, daß die maßgeblichen Männer in Gerstedt der Hofbesitzer Nr. 3 in Kl. Gerstedt und der Mühlenbesitzer waren. Um ihren Kindern einen bequemen und kurzen Weg zu sichern, wurde von beiden Gehöften ein Fußsteig zur Schule geschaffen. Der Steig nach der Wolfsmühle ist als ausseparierter Weg, in seinem letzten Ende, als Fußweg, heute noch da, während der andere durch die Anlage von Weiden – früher war alles Wiese – eingegangen ist.

Im Jahre 1914 tauchte der Plan auf, ein neues Schulhaus zu bauen, da in dem bestehenden nur 2 Wohnzimmer , 1 kleine Kammer und ein niedriger Bodenraum vorhanden waren. Im Frühjahr 1915 wurde der Bau zur Verge-

Author: Arne

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