Schulchronik von Gerstedt

(Seite 11)

So ist es zu verstehen, daß die Wolfsmühle dort abgebrochen und hier bei Gerstedt neu aufgebaut wurde. Eine Begründung für diese Annahme ist auch darin zu suchen, daß die Mühle auf Gerstedter Feldmark nur Ländereien um das Mühlengrundstück herum besitzt.

Ein Holzplan, der zur Mühle gehört und zur Gerstedter Feldmark gehört, wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts zugekauft. Die übrigen Ländereien, die im Besitze der Mühle sind und auf Salzwedeler, Kemmnitzer, Kl. Wieblitzer und Böddenstedter Feldmark liegen, wurden erst im Laufe der letzten Jahrhunderte zugekauft.  Dadurch ist erwiesen, daß die Mühle erst nach Verteilung der Ackerflächen an die ansässigen Bewohner hier errichtet wurde. Ähnlich liegen die Verhältnisse bei den Grundstücken 8, 9, 10 11/12 in Klein Gerstedt. Die Familien dieser Besitzungen hatten ursprünglich auch nur soviel Landbesitz, wie ihre Hausgrundstücke bedeckten. Es ist anzunehmen, daß die Besitzer Tagelöhner oder Handwerker gewesen sind. Das Haus 11 war die Gastwirtschaft und in 12 hatte noch zu meiner Zeit ein Tischler seine Wohnung und Werkstatt. Jetzt besitzt die Gastwirtschaft auch den kleinen Besitz Nr. 12. Das Haus Nr. 9 lag ursprünglich auf dem Dreieck zwischen Bombecker und Kl. Wieblitzer Weg. (Jetzt Garten von Nr.9)

Vor und nach der Separation hatte jedes Dorf 10 Höfe – 10 Hufen. In Kl. Gerstedt sind durch Heirat und Erbschaft 3 Höfe verschwunden, so daß schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts nur 7 Höfe vorhanden waren. Durch diese

Author: Arne

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