Schulchronik von Gerstedt

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Erwiesen ist aber, daß die beiden Gemeinden vorher eine Siedlung waren, die nördlich von den heutigen Lagen, ungefähr wo heute Bornhusens, Kerstens und Kohdes Pläne liegen. Die Bezeichnung „Dorfstücken“ deuten darauf hin. Auch die vorgefundenen Urnenfunde auf Gromeyers Plan – der einzigen Stelle wo in hiesiger Umgebung solche Funde gemacht wurden – lassen die begründete Mutmaßung auftauchen, daß dort der Urnenfriedhof für die Leute jener Zeit gewesen ist. Warum zogen die Leute weg? Stichhaltige Gründe sind urkundlich nicht zu erfahren. Anzunehmen ist, daß Wassermangel eingetreten ist, der sich bei einer Feuersbrunstbesonders ungünstig auswirkte und nach Zerstörung der Siedlung durch Feuer ein Platz an der Grenze der Niederung gesucht wurde. Das zwei Dörfer entstanden sind lag vielleicht in Meinungsverschiedenheiten begründet. Wirtschaftliche Gründe werden nicht vorgelegen haben, denn die Äcker der Gr. Und Kl. Gerstedter Bauern lagen bis zur Separation 1838 durcheinander. Bei dieser Aufteilung wurde den Bauern aus Kl. Gerstedt und Gr. Gerstedt die nun (neu) ihre dort herumliegenden Ländereien gegeben, während die Kl. Gerstedter auch noch Wiesen in der Gr. Gerstedter Feldmark erhielten. Die Gr. Gerstedter Höfe haben auch noch Äcker und Wiesen auf Salzwedeler Feldmark, im sogenannten Potlenz. Es ist bald anzunehmen, daß bei der Wüstwerdung des Dorfes Potlenz auch einige Besitzer nach Gerstedt gezogen sind und ihr Land gewissermaßen

Author: Arne

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